Schattenläufer
Schattenläufer sind uralte, große Raubtiere, die als fast ausgestorben gelten und meist an abgelegenen Orten leben. Auf Khorinis sind sie größer als ein Mensch, haben dichtes schwarz-graues Fell und ein markantes Horn auf der Stirnmitte – eine wertvolle Trophäe, die auf dem Markt hohe Preise erzielt. Sie leben bevorzugt als Einzelgänger in Wäldern und Höhlen, wo sie tagsüber schlafen und nachts auf die Jagd gehen. Dabei machen sie vor nichts Halt – Schafe, Ratten, Menschen und sogar Orks stehen auf ihrem Speiseplan, wie ganze Berge aus Knochen und Totenschädeln in ihren Höhlen bezeugen. Gelegentlich teilen sie sich eine Höhle mit Artgenossen oder sogar Goblins. Auf Khorinis finden sie sich in den Wäldern des Tals, in Höhlen und in Jharkendar. Im Minental wurden sogar Schattenläuferskelette gesichtet. Ihre Verwandten vom Festland sind deutlich kleiner und heller gefärbt und schließen sich zu kleinen Gruppen zusammen. In Varant hat sich eine Unterart gebildet, der Wüstenläufer, der mit orangefarbenem Fell in Rudelverbänden lebt. Die Orks von Khorinis messen dem Horn eine hohe rituelle Bedeutung bei – es wird für die Erschaffung des Ulu-Mulus verwendet, einer Standarte der Freundschaft. Der Söldner Buster kauft Schattenläuferhörner an, um sie gewinnbringend weiterzuverkaufen, und die Jäger Gaan, Grom und Talbin lehren, wie man das Horn vom Schädel löst. Das Fell wird zu Kleidung verarbeitet, und das Wappen der Könige Rhobar I. und Rhobar II. zeigt einen Schattenläufer als Symbol der königlichen Macht.