Rhademes

Rhademes war der Sohn des mächtigen Kriegsherrn Quarhodron und der Verantwortliche für den Bürgerkrieg, der das Schicksal des Volkes von Jharkendar besiegelte. Als sein Vater zu alt zum Kämpfen wurde und die Priesterkaste seinen Rücktritt forderte, bestand die Kriegerkaste darauf, dass Rhademes das Kommando übernehme. Quarhodron fügte sich und übergab sowohl sein Amt als auch die Klaue Beliars an seinen Sohn. Doch während der Geist seines Vaters stark genug gewesen war, dem Einfluss der Klaue zu widerstehen, verfiel Rhademes ihrem Bann. Vom dunklen Artefakt korrumpiert, ließ er alle Totenwächter verbannen oder hinrichten – die Einzigen, deren Verbindung zu den Ahnen der Macht des Schwertes gefährlich werden konnte. Der Rat der Fünf wurde entmachtet und Krieg tobte in Jharkendar. Khardimon, Quarhodron und der Anführer der Gelehrten ersannen eine Falle: Quarhodron begab sich als Köder in den Tempel von Adanos, und Rhademes – vom Hass und dem Willen der Klaue geblendet – stürmte ihm nach. Die Falle schnappte zu. Der Rat schloss Rhademes lebendig im Tempel ein, und das Letzte, was er von der Außenwelt hörte, waren die Hammerschläge, als sein Vater hinter ihm das Tor verschloss. Eine Ewigkeit lang quälte die Klaue seine gefangene Seele – bis Raven den Tempel öffnete und zum neuen Träger des Schwertes wurde. Endlich von der Klaue befreit, half der Geist von Rhademes dem Helden, das letzte Tor zu öffnen, um Raven zu erreichen. Obwohl er seinen Vater noch immer hasste, hatte die lange Gefangenschaft ihn teilweise geläutert – er bat den Helden, die Klaue Beliars in den Tiefen des Meeres zu versenken.